Mitten unter euch, aber nicht von dieser Welt!
Die Bitte „Dein Reich komme" ist eine Bitte der Hoffnung. Vor Pilatus sagte Christus: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt« (Joh 18,36). Christus selbst war das Zeichen der kommenden Gottesherrschaft und der Transzendenz dieses Reiches. Er wirkte Wunder als Zeichen der kommenden Gottesherrschaft. Als die Juden ihn nach der wunderbaren Brotvermehrung zum König machen wollten, entzog er sich diesem Ansinnen durch Flucht (Joh 6,1-15). So spaltete er die Menschen von damals und auch die Menschen von heute. In Israel gab es zur Zeit Jesu eine Stimmung der Erwartung. Viele verbanden mit der Hoffnung auf den Messias eine politische Wende mit der Befreiung vom Joch der römischen Herrschaft durch einen Messias-König. Christus entsprach nicht diesen Erwartungen. Deshalb entschieden sich die Juden vor Pilatus statt für Jesus für die Freigabe des Barrabas, der eine Art politischer Messias war.
Auch heute gibt es Christen, die die Botschaft Jesu als rein innerweltliche Verheißung verstehen. So glauben nach einer aktuellen Umfrage nur noch etwa die Hälfte der Katholiken an ein Fortleben nach dem Tod. Bei den Protestanten sind es etwa vierzig Prozent.
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