Die Straße von Hormus ist die derzeit wichtigste Straße der Welt, noch wichtiger als die Wallstreet in Manhattan, aber beide liegen nah beeinander insofern als jede Verkehrsstörung dort die Wallstreet erzittern lässt, Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren diese Meerenge – so die Zahlen aus dem Jahre 2024. So wichtig wie das Blut in unseren Adern für unseren Körper ist für die globale Energieversorgung mit Öl und Gas für die Weltwirtschaft und damit für unsere ganze technische Zivilisation.
Nun erfahren wir hautnah - zunächst nur an den Zapfsäulen - wie verletzlich und fragil die materiellen Grundlagen dieser technischen Zivilisation sind. Je komplexer die Welt wird und je verzahnter sie ist desto weitreichender wirken sich Störungen an neuralgischen Punkten der Wirtschaftsgeografie aus.
Der Psalm 2 aus dem alten Testament will uns in poetischer Weise sagen, dass es letztlich aber doch Gott ist, der in allen Höhen und Tiefen der Geschichte diese Welt weiter in seinen Händen hält:
Warum toben die Völker,
warum ersinnen die Nationen nichtige Pläne?
Die Könige der Erde stehen auf,
die Großen tun sich zusammen
gegen den HERRN und seinen Gesalbten:
Lasst uns ihre Fesseln zerreißen
und von uns werfen ihre Stricke!
Er, der im Himmel thront, lacht,
der HERR verspottet sie.
Dann spricht er in seinem Zorn zu ihnen,
in seinem Grimm wird er sie erschrecken:
Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.
Den Beschluss des HERRN will ich kundtun.
Er sprach zu mir: Mein Sohn bist du.
Ich selber habe dich heute gezeugt.
Fordere von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe
und zum Eigentum die Enden der Erde.
Du wirst sie zerschlagen mit eisernem Stab,
wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.
Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht,
lasst euch warnen, ihr Richter der Erde!
Mit Furcht dient dem HERRN,
jubelt ihm zu mit Beben,
damit er nicht zürnt
und euer Weg sich nicht verliert,
denn wenig nur und sein Zorn ist entbrannt.
Selig alle, die bei ihm sich bergen!
Der Verfasser des Psalms will uns mit diesen Versen, die Vergeblichkeit menschlichen Tuns und Herrschens vor Augen führen. In die Mitte des Psalms setzt er den Gedanken der Gotteskindschaft:.
Er sprach zu mir: Mein Sohn bist du.
Ich selber habe dich heute gezeugt.
Fordere von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe *
und zum Eigentum die Enden der Erde..Selig alle, die bei ihm sich bergen.
Er will uns damit sagen, dass bei allem Auf und Ab der Weltgeschichte, es nur einen sicheren Halt gibt, nämlich die Tatsache, dass jeder Mensch Kind Gottes ist und nur darin letzter Schutz zu finden ist.
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