Im Gebet halte ich Gott mein Leben hin. Ich begebe mich gewissermaßen aus mir selbst heraus auf Gott hin und lasse zu, dass er mein Leben anschaut und mir Antwort gibt.Ich kann ihn fragen, was er von mir hält. Das kann natürlich auch einmal unangenehm sein, aber wir können immer aus dem Geist der Gotteskindschaft mit ihm sprechen,.Als einer der Jünger Jesus bittet: „Herr, lehre uns beten!" sagt er: „Wenn ihr betet, so sprecht: Abba, Vater." ,wobei das Wort „Abba" auf aramäisch, der Sprache Jesu, soviel bedeutet wie Papa, also eine familiäre Ansprache (vgl. Lk 11,1).
Solange ich nur im Monolog mit mir selber lebe, kann ich keine Antwort bekommen, ob mein Leben gut ist oder ob ich etwas ändern soll. So ist das Gebet auch ein Weg zur Selbsterkenntnis.
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