Ich besuchte einen Freund mit Morbus Parkinson in der Klinik. Er kann nur mit Rollator gehen, und als wir im Garten waren, ist er von einer Bank seitlich weggekippt und ist gottseidank weich auf die Wiese im Garten der Klinik hingefallen. Einige kräftige junge Männer haben ihm wieder aufgeholfen.
Auf dem Flur begegneten wir einem alten Ehepaar, der Mann ebenfalls parkinsonkrank, mit Sonmmerhut elegant gekleidet, wie auch seine Frau. Er lächelte mich an und sagte: „Wir sind hier eine große Familie und sprechen uns alle mit du an, und es geht uns sehr gut hier, weil wir gut betreut werden."
Wir sprachen dann über die schönen Rosen im Garten, die so wunderbar duften. Und er sagte zu seiner Frau: „Das ist ja ein ohrenbetäubender Duft!" Seine Frau korrigierte ihn und wir lachten zusammen, weil er diesen unpassenden Ausdruck gebraucht hatte.
Es waren noch viele andere Kranke, um uns herum, zum Teil mit Demenz. Einer suchte vergeblich sein Zimmer und war ganz vornüber gebeugt.
In dieser Umgebung so positiv gestimmt zu sein wie dieses Ehepaar war an diesem Tag eine Lektion für mich, die ich so schnell nicht vergessen werde.
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