Alle Menschen suchen nach Liebe, alle Menschen suchen nach Glück. „Es ist dem Menschen nicht gegeben, nicht nach Glück zu verlangen“ (Thomas von Aquin). Und so wie der Mensch nach Glück sucht, so sucht er auch nach Liebe. Denn das größte Glück ist es, zu lieben und geliebt zu werden. Wir verstehen die Menschen erst, wenn wir begreifen, dass jeder in dieser unwirtlichen Welt umherschweift und auf der Suche nach Liebe und Glück ist. Sie sind die Nahrung der Menschen, ohne die sie verhungern.
Auf der Suche nach Liebe treffen viele Menschen auf Christus und sie erkennen: Er ist der wahre Sohn Gottes, denn er liebt die Menschen wie keiner. „Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast“ (Joh 18,9). Für diese Liebe ist er am Kreuz gestorben. Zu seinen Jüngern sagte er: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Joh 13,34-35).
Seine Jünger hatten nicht verstanden, dass die Liebe auch Kreuz bedeutet. Petrus wollte ihn davon abhalten, für seine Liebe zu den Menschen zu sterben. Jesus wies ihn scharf zurück: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“ (Mt 16,23). Die Liebe, die Christus von uns verlangt, geht über das rein Menschliche hinaus und reicht in die Sphäre Gottes hinein. „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“ (Joh 15,9). Nur Christus und mit ihm der Heilige Geist können uns die Kraft geben, so zu lieben wie er uns geliebt hat. „Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ (1 Joh 3,16).
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