Oh doch, oh doch

Geschrieben am 30.06.2021
von Joachim Heisel


Bei der Belagerung von Paris im Krieg 1870/71 durch deutsche Truppen beobachtete der französische Arzt Chautard, dass seine Diabetiker bei der herrschenden Mangelernährung keinen Diabetes mehr hatten. Als sie dann zur Normalernährung zurückkehrten, trat der Diabetes wieder zutage. So kann ein Mangel manchmal gute Folgen zeitigen. Heutzutage leben wir zumindest in den westlichen Industrieländern in einer Überflußsituation und es ist schwer, einen künstlichen Mangel etwa durch Diät herzustellen. Man könnte das auch insgesamt auf die Fülle der Optionen, die uns zur Gestaltung unseres Lebens zur Verfügung stehen, ausdehnen.

In der Corona-Situation mussten wir in anderer Weise Verzicht  üben, vor allem bei der Kommunikation. Das hat unser Leben eingeengt. Aber dadurch hatten wir auch seltener Grippe und haben Home-office gelernt. Jetzt können wir da einiges nachholen und wieder mehr zusammen sein. Die Statistiker sagen uns, dass der Bundesbürger in der Coronazeit durchschnittlich fünf Kilogramm zugenommen hat. Der Sommer mit mehr Bewegung kann auch das wieder ändern.

Aber vor allem werden die Pessimisten hoffentlich weniger.

Ein Witz:

Der Pessimist sagt: Schlimmer kann es nicht mehr werden. Darauf sagt der "Optimist": Oh doch, oh doch...

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