Worte der heiligen Therese von Lisieux:
Nichts ist wohltuender, als gut über seinen Nächsten zu denken.
Man sollte die anderen immer liebevoll beurteilen, denn sehr oft ist es so, dass in unseren Augen als Nachlässigkeit erscheint, was in den Augen Gottes Heldentum ist.
Immer will ich wohlwollende Gedanken haben, denn Jesus hat gesagt: "Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet!" (Lk 6,37).
Ein strapazierter Mensch, der Migräne oder ein seelisches Leiden hat, tut mehr, wenn er nur die Hälfte seiner Arbeit zustande bringt, als ein anderer, der an Leib und Seele gesund, sie vollständig ausführt. Daher muss unser Urteil für den Nächsten in jedem Fall günstig ausfallen. Man muss stets das Gute annehmen; man muss immer verzeihen. Und selbst wenn es keinen einzigen gültigen Beweggrund geben sollte, so bleibt doch noch die Möglichkeit, sich zu sagen: "Diese Person hat offensichtlich unrecht, aber sie ist sich dessen nicht bewusst."
Sie lassen sich so leicht aus der Fassung bringen, weil sie ihr Herz nicht im voraus besänftigen. Sind sie irgendeinem Menschen gegenüber aufgebracht, dann ist das beste Mittel, den (inneren) Frieden wieder zu finden, wenn man für diesen Menschen betet.
Nach meinem Tod werde ich einen Rosenregen niedergehen lassen . Ich werde meinen Himmel damit verbringen, Gutes auf Erden zu tun.
Therese von Lisieux (1873-1897) wuchs als Halbwaise mit drei Schwestern in Lisieux /Frankreich auf. Nach einem Bekehrungserlebnis des frühreifen Mädchens im Alter von vierzehn Jahren fühlte sie sich schon früh zu einem Leben im Kloster hingezogen. Nach dem Eintritt ins Karmelkloster von Lisieux, wo schon zwei ihrer Schwestern als Nonnen lebten, sah sie vor allem in den Gesten und Pflichten des Alltags einen Weg der Hingabe an Gott und die Menschen. Sie nannte dies ihren sogenannten "kleinen Weg" der Liebe .
Im Jahr 1897 starb Therese mit vierundzwanzig Jahren an Tuberkulose. 1925 wurde sie heiliggesprochen, am 19.10.1997 von Johannes Paul II. zur Kirchenlehrererin erklärt.
Ihre Selbstbiografie "Geschichte einer Seele" fand große Verbreitung und wurde auch verfilmt.
Benedikt XVI. hat von diesem Buch gesagt:.„Die Geschichte einer Seele ist eine wunderbare Geschichte der Liebe, die mit einer solchen Authentizität, Einfachheit und Frische erzählt wird, dass der Leser nicht umhin kann, von ihr fasziniert zu sein!“
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