DAMIT ALLE EINS SIND

In seinem Abschiedsgebet vor seinem Leiden betete Jesus vor seinen Jüngern:

J Joachim Heisel

DER SCHWARZE TOD

Keine Seuche des Mittelalters hat so viele Opfer gefordert wie die Pest. Bei der großen Pest in Florenz im Jahre 1348 soll die Hälfte der damals etwa 90.000 Einwohner gestorben sein. Giovanni Boccaccio (1313-1375) schildert in seiner berühmten Novelle „Decamerone“ wie zehn Jugendliche aus der Stadt aufs Land fliehen und sich mit der Erzählung von Geschichten vom drohenden Unheil ablenken.

J Joachim Heisel

VERGEBUNG

Aus der Encyklika Tutti fratelli von Papst Franziskus vom 4.10. 20

J Joachim Heisel

DER UNBEUGSAME

Am 21. September 1990 wurde der Richter Rosario Livatino auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn in der Nähe von Agrigento auf Sizilien in seinem Auto durch Schüsse von einem vorbeifahrenden Motorradfahrer getötet. Die Tat geschah im Auftrag der Mafia. Livatino war erst 37 Jahre alt, , unverheiratet und gläubiger Katholik. Jeden Morgen besuchte er die Frühmesse in seiner Heimatpfarrei, um sich Kraft zu holen für seinen einsamen Kampf gegen die Mafia. In seinen Arbeitsakten schrieb er jeweils auf die erste Seite die Buchstaben STD , eine Abkürzung für „Sub tutela Dei“, unter Gottes Schutz. Trotz Gefährdung hatte er bewußt auf Personenschutz verzichtet, um nicht auch noch andere zu gefährden. Zwei Jahre später wurden seine Kollegen Giovanni Falcone (1939-1992) und Paolo Borsellino (1940-1992) ,ebenfalls Mafia-Jäger, durch ferngezündete Bomben in den Tod gerissen. Mit ihnen starben ihre Ehefrauen und mehrere Mitglieder ihrer Eskorten.

J Joachim Heisel

EPIPHANIE-ERSCHEINUNG DES HERRN

Heute feiern wir das Fest Epiphanie (von griech. epiphaneia, Erscheinung, Offenbarung), das Fest von der Erscheinung des Herrn ,auch Dreikönigsfest genannt, das vor allem in der Ostkirche als großes Fest begangen wird. In einigen Ländern z.B. Spanien bekommen die Kinder heute ihre Geschenke und nicht wie bei uns an Weihnachten. Das Fest rührt aus dem Geschehen nach der Geburt Jesu, das uns der heilige Matthäus in seinem Evangelium beschreibt.

J Joachim Heisel

ZU BETHLEHEM GEBOREN

Viele von uns kennen das schöne Weihnachtslied von Friedrich von Spee:

J Joachim Heisel

DEM STERN FOLGEN

Die Heiligen Drei Könige: Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her...(Mt 2,9)

J Joachim Heisel

BETHLEHEM

Die Abtei Dormitio ist ein Kloster in Jerusalem, das von deutschen Benediktinern aus Beuron im Jahre 1906 gegründet wurde. Seit Jahren pilgern die dortigen Benediktiner in der Heiligen Nacht nach Bethlehem, wo nach der Tradition die Krippe Jesu stand. Dabei tragen sie eine Schriftrolle mit sich, die mit Fürbitten aus aller Welt beschrieben sind. Sie ahmen die Hirten nach, die auf Geheiß eines Engels mitten in der Nacht von ihren Herden weg über die Wiesen und Felder zur Krippe Jesu gingen.

J Joachim Heisel

HEILIGABEND

Draußen wurde es dunkel, in dem großen Krankenhaus gingen die Lichter an und brachten den Schnee vor dem großen Eingang zum Glitzern. Auf den Gängen hatten die Schwestern einen großen Christbaum mit elektrischen Kerzen und viel Lametta aufgestellt, denn es war Heiligabend. Ein kleines blondes Christkind lag verloren in seiner Krippe unter dem Christbaum. Ärzte und Schwestern standen in festlicher Kleidung auf dem Flur und der Oberpfleger spielte auf seiner Gitarre Weihnachtslieder: Stille Nacht, heilige Nacht und Es ist ein Ros entsprungen... Der Christbaum strahlte über den Betten der Patienten, die man aus den Zimmern auf den Flur geschoben hatte. Nur auf Zimmer 401 lag eine alte Frau allein in ihrem Bett. Sie röchelte und rang nach Luft.

J Joachim Heisel

FREUNDSCHAFT UND VERTRAUEN

Beim Letzten Abendmahl in der Nacht vor seinem Tod sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Ich habe euch Freunde genannt, denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe (Joh 15,15)“. Das sagte Jesus, obwohl er wußte, dass die gleichen Jünger ihn bei seinem Leiden allein lassen, ja sogar verraten und verleugnen würden. Ich weiß nicht, wie wir uns verhalten hätten. Ich glaube kaum, dass wir auf solche Freunde Wert gelegt hätten.

J Joachim Heisel

KÖNIGSKINDER

Sicher ist es wichtig, dass wir auf unserem Lebensweg gegen Fehler und Sünden angehen, denn nur so können wir der Aufforderung Christi Folge leisten: „Seid vollkommen wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“ (Mt 5,48). Aber manchmal erscheint fast noch wichtiger, dass wir uns auch so akzeptieren, wie wir sind. Nur so können wir das Gebot der Liebe erfüllen: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Lev 19,18, Mt 22,37) Wer sich selbst nicht liebt, kann auch seinen Nächsten nicht lieben, denn beide sind wir Geschöpfe Gottes und als solche liebenswert, auch wenn es im Alltag oft anders ausschaut. Als Gott uns schuf, wusste er auch um unsere Unvollkommenheiten.

J Joachim Heisel

GAUDETE

Seit alters her hat der dritte Adventsonntag den lateinischen Namen „Gaudete“, zu deutsch „Freuet Euch“, benannt nach einer Stelle aus dem Brief des heiligen Paulus an die ersten Christen in Philippi, einer Stadt in Mazedonien. Er schreibt: „Freuet euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freuet euch! (Phil 4,4)“. Worüber sollen wir uns denn freuen? Advent heißt Ankunft. Wir sollen uns freuen über jemanden, der in unsere Welt kommt, über die Ankunft Christi, der als Kind zu uns kommt. Er kommt am Ende des Advents, an Weihnachten, zur Welt. Bis dahin sollen wir noch warten wie das Volk Israel Jahrhunderte auf den Messias, den Erlöser, gewartet hat. Wir sollen uns aber jetzt schon freuen, dass er zu uns kommt. In seiner Geburtsnacht verkündet ein Engel einigen Hirten, die in der Nähe von Bethlehem ihre Schafe hüteten: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volke zuteil werden soll: Heute…

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FRATELLI TUTTI

Aus der Encyclika Fratelli tutti "Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft " von Papst Franziskus

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NIKOLAUSABEND

Nikolaus von Myra ist einer der bekanntesten Heiligen der Ost- und der Westkirche. Er wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts und war Bischof von Myra in Kleinasien, der heutigen Türkei. Nach seiner Priesterweihe verteilte er sein Vermögen unter die Notleidenden der Stadt. In der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian im Jahre 310 wurde er gefangen genommen und gefoltert. Zahlreiche Legenden ranken sich um sein Leben. Als er erfuhr, dass ein verarmter Mann aus seiner Notlage heraus, seine drei Töchter, die er ohne entsprechende Mitgift nicht verheiraten konnte, zu Prostituierten machen wollte, warf Nikolaus drei Goldklumpen nachts durchs Fenster in die Schlafkammern der Mädchen. Deshalb gilt Nikolaus als Schutzpatron aller Mädchen und Frauen, die von Prostitution bedroht sind. Bei einem Seesturm sei er plötzlich am Steuer des bedrohten Schiffes erschienen und habe es in ruhigere Gewässer gelenkt. So gilt er auch als Schutzpatron der Seefahrer und des…

J Joachim Heisel

ADVENT

Am Sonntag ist der erste Advent. Was wir in unseren Städten sehen, sind Lichtergirlanden in unseren Straßen, die glitzernden Schaufenster, den Christbaum auf dem Marienplatz, dieses Jahr ohne Weihnachtsmarkt und Glühwein. Das sind alles Zeichen, dass sich ein großes Ereignis ankündigt. Es flatterte mir jetzt ins Haus ein glänzender Weihnachtskatalog mit allen möglichen Dekorationen für ein gelingendes Weihnachtsfest einschließlich Weihnachtskugeln, aus denen man Weihnachtscocktails trinken kann und auf einer Seite sogar eine klitzekleine Krippe, die man sich dazu stellen könnte - immerhin.

J Joachim Heisel

DECKE AUF DEN KOPF

In diesen Corona-Zeiten kann einem schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Das liegt dann nicht an etwaigen Baumängeln wie beim BER sondern eher an der psychischen Verfassung der Bewohner. Es kann jetzt auch schon mal passieren, dass man öfter aus eigentlich nichtigem Anlass an die Decke geht, ohne sie gleich zu durchstoßen. Da kann vielleicht helfen, sich eine andere Decke zu nehmen und sich aufs Sofa zu kuscheln

J Joachim Heisel

CHRISTKÖNIG

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres feiert die Kirche das Fest Christkönig, das „Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs der Welt“. Es wurde im Jahr 1925 von Papst Pius XI. aus Anlass der 1600-Jahrfeier des Konzils von Nizäa eingeführt. Dieses Konzil war ein Bekenntnis zu der Glaubenswahrheit, dass Christus als Sohn Gottes wahrer Gott und wahrer Mensch ist, wesensgleich mit dem Vater.

J Joachim Heisel

TOTENMONAT

Im November feiern wir eine Vielzahl von Gedenktagen. Da sind zunächst Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November, an denen wir das christliche Andenken an unsere verstorbenen Angehörigen mit Gottesdiensten, Gebeten und Besuchen auf den Friedhöfen begehen. Gleichzeitig erinnert uns die Kirche daran, dass wir weiter in Gemeinschaft mit unseren Verstorbenen stehen und in unseren Gebeten mit ihnen in Verbindung treten können.

J Joachim Heisel

CHARLIE HEBDO

Die Taten der Islamisten in Frankreich sind furchtbar, grausam und durch nichts zu entschuldigen. Sie werden allerdings begünstigt durch einen Staat, der zulässt, dass religiöse Symbole verunglimpft und lächerlich gemacht werden. Wenn ein Staatsmann sogar dazu aufruft, das zu tun, handelt er unverantwortlich und bereitet den Boden für die Fortführung der grausamen Gewalt durch religiöse Fanatiker, die das zum Anlass nehmen, neue Untaten zu begehen. So schrieb der Mörder des Geschichtslehrers Paty, ein 18 jähriger Tschetschene, nach der Tat auf Twitter: „Im Namen Allahs des Allbarmherzigen, an Macron den Führer der Ungläubigen, ich habe einen deiner Höllenhunde hingerichtet, der es gewagt hat, den Propheten zu schmähen. Halte seine Gleichgesinnten zurück, bevor wir auch ihnen ein hartes Strafgericht auferlegen“. Ein säkularer Staat, der religiöse Überzeugungen nicht respektiert, muss damit rechnen, dass religiöse Fanatiker sich zur Selbstjustiz aufgerufen…

J Joachim Heisel

ST.MARTIN

Heute feiern wir das Fest Sankt Martin mit Umzügen und Laternen. In meiner Heimatstadt Trier ritt am Martinstag der heilige Martin mit Schwert und rotem Umhang durch das antike römische Stadttor Porta Nigra und wir Kinder standen da mit unseren Laternen und sangen das Martinslied: Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross das trug ihn fort geschwind... Tatsächlich war Martin im Jahre 386 in Trier gewesen. Allerdings war er da schon Bischof von Tours.

J Joachim Heisel

LOCKDOWN

Die Erfahrung während des Lockdown hat gezeigt, dass Menschen, die ohnehin schon allein leben, ihre Einsamkeit besonders stark spüren. Schon vor der Corona-Krise gründete sich in Berlin ein Team unter dem Namen „Silbernetz“, wo sich Menschen melden können, die sich einsam fühlen und niemanden haben, mit dem sie sprechen können. Sie melden sich einmal am Tag, um zu berichten, wie sie den Tag zubringen. Während der Corona-Zeit wurde das Netz bundesweit ausgedehnt. Die Zahl der Anrufe hat sich in dieser Zeit versechsfacht.

J Joachim Heisel

ALLERHEILIGEN UND ALLERSEELEN

An Allerheiligen gedenkt die Kirche aller Heiligen, vor allem derer, deren Namen uns unbekannt ist. Heilige sind Menschen, die ihr Leben auf Gott ausgerichtet haben und nach ihrem Tod zur Gemeinschaft mit Gott gelangt sind. Das braucht kein großes spektakuläres Leben gewesen sein. Als Arzt habe ich solche Menschen kennengelernt, die ihr Leben im Verborgenen für andere vor den Augen Gottes verbraucht haben. Die große Kirchenlehrerin Therese von Lisieux meinte, dass wir viele der größten Heiligen überhaupt nicht kennen.

J Joachim Heisel