ZEITGEMÄSS

Und deswegen frage ich mich jedes Mal, wenn mir jemand weismachen will, dass etwas nicht mehr zeitgemäß sei, ob es nicht auch umgekehrt sein könnte, dass also die Sache richtig, aber die Zeit verkehrt ist, zum Beispiel Gott, der, wenn es ihn gibt, nicht darauf angewiesen ist, als zeitgemäß empfunden zu werden, weil eine Wahrheit unter allen Umständen wahr ist, selbst dann, wenn sie niemand wahrhaben will. Ob etwas alt oder neu ist, das hat mich nie interessiert, sondern immer nur, ob etwas richtig oder falsch, wahr oder unwahr ist.

J Joachim Heisel

BEGRENZTHEIT

Aus der Encyclika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV vom 25. Mai 2026:

J Joachim Heisel

WO LIEBE WOHNT

An Pfingsten kommt der Heilige Geist über die Apostel. Christus sagt vor seiner Himmelfahrt zu seinen Jüngern: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit einführen" (Joh 16,12-13).

J Joachim Heisel

KINDERFREI

Menschen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden, bezeichnen sich nicht mehr als kinderlos, sondern als kinderfrei. Das schreibt die Journalistin Judith Lembke in einem Artikel des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 13. Mai 2026. Vor allem Frauen empfinden das als Befreiung vom Zwang, Kinder in die Welt zu setzen.

J Joachim Heisel

DÜRRES LAND

In unserer gegenwärtigen Gesellschaft müssen wir oft lange nach dem Wort Gottes suchen. In den Medien, in unseren Gesprächen, in unserer Arbeit und Freizeit, an unseren Sonntagen spielt das Wort Gottes kaum mehr eine Rolle. Im Alten Testament heißt es beim Propheten Amos im 8. Kapitel : „Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der Herr, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des Herrn, es zu hören, dass sie hin und her von einem Meer zum andern, von Norden nach Osten laufen und des Herrn Wort suchen und doch nicht finden werden“ (Amos 8,11).

J Joachim Heisel

KI

Eine fundamentale Frage unserer Zeit lautet nicht nur, wozu Künstliche Intelligenz (KI) einmal imstande sein wird, sondern vor allem, „was die Technologien, die wir erschaffen, mit uns machen“. Das schreibt Papst Leo XIV. in einer Botschaft an einen Kongress an der römischen Universität Gregoriana, der sich mit dem Thema KI und Menschenwürde dieser Tage beschäftigte.

J Joachim Heisel

LESEN

Warum lese ich eine Biografie, einen Brief? Ich möchte etwas über die Person erfahren, von der die Biografie handelt oder vom Schreiber oder der Schreiberin des Briefes, wie es ihr oder ihm geht oder was sie denkt.

J Joachim Heisel

CARE- ARBEIT

Am Sonntag war Muttertag. Ich war auf einem Familientag, den Ordensschwestern organisiert hatten, als Gast von den Schwestern eingeladen. Dabei führte eine Mutter mit ihrer Tochter einen kleinen Sketch auf.

J Joachim Heisel

GENAZZANO

Heute vor einem Jahr wurde Robert Francis Kardinal Prevost zum Papst gewählt. Kurz danach besuchte Papst Leo am Samstag 10.5.25 die kleine Gemeinde Genazzano südöstlich von Rom, die ein Marienwallfahrtsort ist. Seit Jahrhunderten schon betreut der Augustinerorden, dem der Papst angehört, dieses Marienheiligtum. Mit der dort verehrten „Mutter vom Guten Rat“ verbindet Papst Leo auch eine andere innige Beziehung: So ist auch seine Heimatprovinz in Chicago, die er später auch leitete, der „Mutter vom Guten Rat“ geweiht. Sein erster Ausflug nach der Wahl zum Generaloberen der Augustiner im Jahr 2001 in Rom führte ihn schon damals in die kleine Gemeinde, in der das Heiligtum liegt.

J Joachim Heisel

WIE MEINE SEELE DICH ERBLICKT

Der Monat Mai ist in der katholischen Tradition der Monat Mariens. Seit im 19. Jahrhundert im Zeitalter der Romantik die Marienfrömmigkeit neu entdeckt wurde, finden Wallfahrten zu Marienheiligtümern etwa nach Altötting in Bayern oder Kevelaer im Rheinland statt.

J Joachim Heisel

STRASSE VON HORMUS

Die Straße von Hormus ist die derzeit wichtigste Straße der Welt, noch wichtiger als die Wallstreet in Manhattan, aber beide liegen nah beeinander insofern als jede Verkehrsstörung dort die Wallstreet erzittern lässt, Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren diese Meerenge – so die Zahlen aus dem Jahre 2024. So wichtig wie das Blut in unseren Adern für unseren Körper ist für die globale Energieversorgung mit Öl und Gas für die Weltwirtschaft und damit für unsere ganze technische Zivilisation.

J Joachim Heisel

BANALER ALLTAG

„Geht in euren Tag hinaus, ohne vorgefasste Ideen, ohne die Erwartung von Müdigkeit, ohne Plan von Gott, ohne Bescheid wissen über ihn, ohne Enthusiasmus, ohne Bibliothek – geht so auf die Begegnung mit ihm zu. Brecht auf ohne Landkarte – und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens.“

J Joachim Heisel

GEDENKEN

Jedes Mal, wenn ein Sarg oder eine Urne in die Grube hinabsinkt, haben wir das Gefühl endgültigen Abschieds. Als Christen dürfen wir aber glauben, dass es kein Abschied für immer ist. So sagt Jesus vor dem letzten Abendmahl kurz vor seinem Tod zu seinen Jüngern: „Jetzt seid ihr bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand wird euch eure Freude nehmen "(Joh 16,22).

J Joachim Heisel

NEUES ENTDECKEN

Es gibt doch immer wieder Neues zu entdecken. Bei einer Bahnfahrt durch das Allgäu sehe ich zum ersten Mal bewusst, wie lang die Schatten sind, die die Hügel in der Abendsonne werfen. Und bei einem Spaziergang an der Isar beobachte ich an einem Märzmorgen, wie auch die kleinen Steine Schatten auf dem Wege werfen.

J Joachim Heisel

DIE HAND AN DER WIEGE

Manchmal möchten wir allein sein. Aber noch öfter wünschen wir uns jemanden neben uns, um uns nicht allein zu fühlen. Bevor wir auf die Welt kamen, waren wir neun Monate nie allein. Wir waren in unserer Mutter geborgen. Durch die Nabelschnur waren wir mit ihr verbunden. Wir waren eins mit ihr. Dieser wunderbare Zustand von Symbiose voller Harmonie und Gleichklang hat uns geprägt. Hier hat unser Urvertrauen in die Welt ihren Anfang. Davon zehren wir ein Leben lang. Und wir haben davon eine unstillbare Sehnsucht behalten. Das spüren wir, wenn wir an einem Strand in der Sonne liegen, unter uns der warme Sand, der sich unserem Körper anschmiegt und über uns eine mütterliche Sonne, die uns wärmt. Wir fühlen uns umfangen und geborgen im Schoß der Natur und mit ihr im Gleichklang. Da kommen wir zum Ursprung zurück, aber auch in Grenzsituationen wie Krankheit oder Todesnähe kehren spüren wir die Sehnsucht danach.

J Joachim Heisel

SAMARITER

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden, und angemessen darauf zu reagieren

J Joachim Heisel

DER MOTOR

Das wahre Gebet ist der Motor, die Triebkraft der Welt, denn es hält sie für Gott offen. Deshalb gibt es ohne Gebet keine Hoffnung, sondern nur Illusion. Nicht Gottes Gegenwart, sondern seine Abwesenheit entfremdet den Menschen: ohne den wahren Gott, den Vater des Herrn Jesus Christus, werden die Hoffnungen zu Illusionen, die dazu führen, der Wirklichkeit zu entfliehen. Mit Gott sprechen, in seiner Gegenwart bleiben, sich von seinem Wort erleuchten und reinigen lassen, das führt uns hingegegen in die Mitte der Wirklichkeit, in den innersten Motor des kosmischen Werdens; es führt uns sozusagen in das pulsierende Herz des Universums.

J Joachim Heisel

FRIEDENSAPPELL

Am 11.April 2026 hat Papst Leo XIV. anlässlich einer Gebetsvigil für den Frieden im Petersdom die folgende Betrachtung gehalten::

J Joachim Heisel

TRENDSTUDIE

Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026" unter jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren hat erbracht, dass fast jeder dritte in diesem Alter das Gefühl hat, eine Behandlung wegen psychischer Belastung zu brauchen. Auch weisen 60 % der jungen Menschen eine suchtähnliche Handynutzung auf. Bei der vergangenen Befragung war nur jeder vierte der Meinung, dass er eine psychische Unterstützung für sein Leben brauche.

J Joachim Heisel

ACKERBODEN

„Das Besondere ist, dass Gott sich in Jesus Christus zu erkennen gegeben und die Welt erlöst hat. Und das finde ich immer noch das Interessanteste, was wir Ostern feiern, dass der Tod und das Böse nicht das letzte Wort haben werden."

J Joachim Heisel

OSTERMORGEN

Wer zu Christus gehört, muss das ganze Leben Christi leben.

J Joachim Heisel

BEGEGNUNG

Nachdem durch die Ausbreitung des Islam der Besuch der Heiligen Stätten in Jerusalem nicht mehr möglich war, wurden iIm Mittelalter überall im christlichen Abendland sogenannte Kreuzwege errichtet, in denen die vierzehn Stationen des Kreuzwegs, den Christus der Überlieferug nach am Karfreitag gegangen ist, dargestellt wurden. Vor allem in der Passionswoche und am Karfreitag wurde und wird auch heute noch dieser Kreuzweg von den Gläubigen im Gebet abgeschritten.

J Joachim Heisel