DAS MASSBAND GOTTES

Wenn Gott einen Menschen mißt, legt er das Maßband nicht um seinen Kopf sondern um sein Herz.

J Joachim Heisel

LOB DES GEHENS

„Ich freue mich auf den Tag, an dem Ärzte auf der ganzen Welt Spaziergänge verschreiben, um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu steigern“, schreibt der irische Naturwissenschaftler Jane O’Mara in seinem Buch „Das Glück des Gehens“.

J Joachim Heisel

AUCH WENN DU DORT ALLEIN STEHST

Am morgigen Sonntag, den 9.5.21 ist der 100. Geburtstag von Sophie Scholl (1921-1943). Sie war Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in München und wurde verhaftet, als sie zusammen mit ihrem Bruder Hans am 18. Februar 1943 Flugblätter in der Halle der Ludwig-Maximilians-Universität in München auslegte. Darin riefen sie zum Widerstand gegen Krieg und Nazi-Herrschaft auf. Am 22. Februar wurden Hans und Sophie Scholl zusammen mit ihrem Freund Christoph Probst, der ebenfalls zur Weißen Rose gehörte, nach einem kurzen Prozess vor dem sogenannten Volksgerichtshof in der Haftanstalt München-Stadelheim wegen Hochverrat durch die Guillotine hingerichtet. Zuvor hatten sie das Abendmahl aus der Hand des evangelischen Gefängnispfarrers empfangen. Christoph Probst, der konfessionslos aufgewachsen war, empfing unmittelbar vor seiner Hinrichtung die Taufe und die heilige Kommunion und wurde so in die katholische Kirche aufgenommen.

J Joachim Heisel

BILL UND MELINDA

Jetzt ist es heraus. Bill (65) und Melinda Gates (56) lassen sich nach 27 Jahre Ehe scheiden, Sie haben drei gemeinsame Kinder, 25, 21 und 18 Jahre alt. Sie sind das reichste Paar der Welt. Ihre Trennung wird ein Imperium von 146 Mia. USD erschüttern, auch die gemeinnützige Bill&Melinda Gates Foundation mit Einlagen von 50 Mia. USD. Zum Vergleich: Das Bruttosozialprodukt von Äthiopien beträgt 96 Mia. USD bei 112 Millionen Einwohnern.

J Joachim Heisel

MENSCHEN

Die Größe eines Berufes besteht vielleicht vor allem anderen darin, dass er Menschen zusammenbringt. Es gibt nur eine wahrhafte Freude: den Umgang mit Menschen…Wenn wir nur für Geld und Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie ein Klausner ein. Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das Leben lebenswert macht. Sollte ich unter meinen Lebenserinnerungen die namhaft machen, die ihren kräftigen Geschmack behalten haben, sollte ich die Summe der Stunden ziehen, die in meinem Leben zählen, so finde ich gewiss nur solche, die mir kein Vermögen der Welt je verschafft hätte.

J Joachim Heisel

WALLFAHRT

Das Wort wallfahren kommt von wallen und bedeutet unterwegs sein. Vor Jahren schrieb Hape Kerkeling ein Buch mit dem Titel „Ich bin dann mal weg“ und erzielte damit eine millionenfache Auflage. Er beschrieb seine Wallfahrt als „Buddhist mit christlichem Überbau“ nach Santiago de Compostela. Wallfahrten sind in den letzten Jahren in Mode gekommen. Das Unterwegssein auch im religiösen Sinne kommt wohl dem Lebensgefühl des heutigen Menschen entgegen.

J Joachim Heisel

MARIA EICH

Es war ein etwas verregneter Samstagnachmittag vorgestern auf dem Vorplatz der Wallfahrtskapelle in Maria Eich bei München. Auch die Blaskapelle konnte mit der Bayernhymne keinen weissblauen Himmel herzaubern.Aber trotzdem gab es genug Pilger, die gemeinsam gegen die Pandemie anbeteten. Der Augustinerpater sprach von den Nöten und Ängsten der Coronazeit und betete Fürbitten für die Kranken, die Verstorbenen, Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, für Migranten und persönliche Anliegen . Schliesslich hörte es sogar auf zu regnen. Noch ein Marienlied von der Blaskapelle und wir gingen ein Stück froher nach Hause.

J Joachim Heisel

TAG DER ARBEIT

Heute feiern wir den Tag der Arbeit, in der katholischen Kirche das Fest von Josef dem Arbeiter, in Bayern zusätzlich Heilige Maria, Patrona Bavariae, Schutzfrau Bayerns.

J Joachim Heisel

LICHT

In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht

J Joachim Heisel

HINFALLEN

Die Frömmigkeit, die aus der Gotteskindschaft stammt, ist eine zutiefst in der Seele verwurzelte Haltung, die schließlich das ganze Dasein eines Menschen erfaßt; sie ist gegenwärtig in jedem Gedanken, in jedem Wunsch, in jeder Gemütsregung. Habt ihr nicht bemerkt, wie in einer Familie die Kinder, wenn auch unbewußt, die Eltern nachahmen und ihre Gebärden, Gewohnheiten und Verhaltensweisen übernehmen?

J Joachim Heisel

METAPHYSIK

Schon immer wollten Menschen wissen, was hinter den Dingen, den Menschen, der Welt sein kann, ja, was dort ist und auf uns wartet. Der griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) schrieb ein Buch darüber und nannte es Metaphysik (griech.ta meta ta physika „das was hinter den Dingen ist“), die Lehre von dem, was sich hinter der erfahrbaren sinnlichen Wirklichkeit verbirgt, der Sinn von allem.

J Joachim Heisel

GRÜN

O edelstes Grün,

J Joachim Heisel

LEBEN IM STERBEN

Unter dem Leitwort "Leben im Sterben" findet die diesjährige ökumenische Woche für das Leben vom 17. bis 24. April statt. In immer mehr Staaten wird Sterbehilfe legalisiert. Im März wurde in Spanien aktive Sterbehilfe erlaubt. Dies ist bereits in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Kanada der Fall. In Deutschland wurde ein Gesetzentwurf vorgelegt, der vorsieht “dass die Hilfe zur Selbsttötung straffrei möglich ist". Voraussetzung dazu soll ein „dauerhafter autonom gebildeter freier Wille" sowie eine Beratung sein. Niemand solle dabei zur Mitwirkung bei einem assistierten Suizid verpflichtet werden.

J Joachim Heisel

VERGEBEN

Corrie ten Boom (1892-1983) wuchs in einer christlichen Familie in Haarlem in den Niederlanden auf. Ihr Leben im Elternhaus war von tiefer Frömmigkeit geprägt. Als sie fünf Jahre alt war, hatte ihr die Mutter gesagt: „Jesus steht an der Tür deines Herzen. Wenn du ihn einlädst, dann tritt er ein“. Und sie hatte geantwortet: „Ja, ich will ihn in mein Herz einladen“. Die Herzensverbindung mit Jesus bestimmte fortan ihr Leben und ihr Handeln. Die Familie unterhielt viele freundschaftliche Beziehungen zu Juden, die der Vater von Corrie als „Gottes altes Volk“ bezeichnete.

J Joachim Heisel

REDEN IST SILBER, SCHWEIGEN IST GOLD

Es ist merkwürdig, was man aus der Kinderzeit behält. Ich war vielleicht sechs Jahre alt. Jedenfalls ist es mir noch heute gegenwärtig: Ich war mit meiner Großmutter und meiner Cousine und deren Freundin im Garten meiner Großeltern beim Kirschenernten. Meine Cousine, die fast vier Jahre älter ist als ich, und ihre Freundin unterhielten sich, kicherten und lachten andauernd wie es normal ist in dem Alter, als meine Großmutter plötzlich zu mir sagte: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

J Joachim Heisel

GLEICHSTELLUNG

Immer wieder wird beklagt, dass in Deutschland noch zu wenig Frauen vor allem ganztags und in Führungspositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik oder anderen Berufen tätig sind und dass die Bezahlung von Frauen niedriger ausfällt als bei Männern.

J Joachim Heisel

SEGNEN

Derzeit gibt es zwischen einigen katholischen deutschen Bischöfen und dem Vatikan eine Auseinandersetzung um die kirchliche Segnung homosexueller Paare. Wieviele wirklich eine kirchliche Segnung wünschen ist unklar. Jedenfalls handelt es sich innerhalb der Kirche um eine kleine Randgruppe.

J Joachim Heisel

IDEAL

Sogar diejenigen, die auf das Christentum verzichtet haben und es angreifen, folgen in ihrem Innersten immer noch dem christlichen Ideal, denn bisher konnten weder ihre Subtilität noch die Begeisterung ihres Herzens ein höheres Ideal des Menschen und der Tugend schaffen als das von ihm gegebene Ideal Christus.

J Joachim Heisel

WER KÜMMERT SICH?

Dienstag in der Karwoche. Ein wunderschöner Frühlingstag am Tegernsee. Oben auf einem Felsensporn die Riedersteinkapelle. Ich gehe die Stufen des Kreuzwegs mit den vierzehn Stationen bis zur Kapelle bergan, mit mir zwei junge Familien mit den Grosseltern. Die Mutter ruft nach ihrem kleinen Sohn Simon. Wir sind gerade an der 5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. - Ich sage zu der Mutter: „Hier sind wir an der Station von Simon“. „Ja" sagt sie, "aber ich kenne mich in der Geschichte nicht so gut aus“ -und lächelt.

J Joachim Heisel

AUFERSTEHUNG

Der Sohn eines protestantischen Pfarrers und vehemente Kritiker des Christentums Friedrich Nietzsche (1844-1900) sagte „“Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte." Die Christen sprachen ihm zuviel von Kreuz und Leid. Aber es ist überhaupt nicht besonders christlich, dauernd von den negativen Seiten des Lebens zu sprechen.

J Joachim Heisel

UNSER KARFREITAG

In seinem Buch „Auf Christus schauen“ sagt Benedikt XVI.: „Gott verlangt einen Vorschuss an Vertrauen von uns. Er sagt uns: ich weiß, du verstehst mich jetzt nicht. Aber traue mir doch; glaube mir doch, dass ich gut bin, und wage es, von diesem Vertrauen her zu leben. Dann wirst du entdecken, dass hinter deinem Leid, hinter dem Schweren deines Lebens sich eine Liebe verbirgt. Dann wirst du erkennen, dass ich gerade so, dir Gutes getan habe. Es gibt viele Beispiele von Heiligen und großen Menschen, die dieses Vertrauen gewagt haben und die so gerade im größten Dunkel das wahre Glück gefunden haben – für sich und für viele andere“.

J Joachim Heisel

NICHT VOM BROT ALLEIN

Der Hunger geht über das tägliche materielle Brot und das, was der Mensch zum Leben und Überleben braucht, hinaus. „Es gibt viele Menschen auf der Welt, die verzweifelt nach einem Stück Brot verlangen, aber es gibt noch viel mehr, die sich verzweifelt nach einem Stück Liebe sehnen. (…) Es gibt einen Hunger nach Liebe und genauso gibt es einen Hunger nach Gott.“ (Mutter Teresa)

J Joachim Heisel

GENDER

Die in Bayern bekannte Kabarettistin Monika Gruber meinte in einem Interview, dass die Gender-Diskussion mittlerweile bizarre Blüten treibe und vermutete eine „geistige Wohlstandsverwahrlosung“, wobei die breite Masse der Bevölkerung dafür kaum Verständnis habe. Eigentlich müsse konsequenterweise Petra Gerster bei der Moderation im ZDF nicht nur von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Studentinnen und Studenten sprechen ,sondern auch, wenn es um Verbrechen gehe, von Mörderinnen und Mördern, aber auch von Bürgerinnensteig und Bürgersteig bzw. Fussgänger/-innen/überweg. Man muss ja Monika Gruber nicht allzu ernst nehmen, denn das will sie ja selber nicht. Aber im gleichen Interview klagte sie über Ausgrenzung bei kabarettistischen Beiträgen, die sich mit dem Mainstream anlegen.

J Joachim Heisel