GENDER

Die in Bayern bekannte Kabarettistin Monika Gruber meinte einmal in einem Interview, dass die Gender-Diskussion mittlerweile bizarre Blüten treibe und vermutete eine „geistige Wohlstandsverwahrlosung“, wobei die breite Masse der Bevölkerung dafür kaum Verständnis habe. Eigentlich müsse konsequenterweise Petra Gerster bei der Moderation im ZDF nicht nur von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Studentinnen und Studenten sprechen, sondern auch, wenn es um Verbrechen gehe, von Mörderinnen und Mördern, aber auch von Bürgerinnensteig und Bürgersteig bzw. Fussgänger/-innen/überweg. Man muss ja Monika Gruber nicht allzu ernst nehmen, denn das will sie ja selber nicht. Aber im gleichen Interview klagte sie über Ausgrenzung bei kabarettistischen Beiträgen, die sich mit dem Mainstream anlegen.

J Joachim Heisel

ÜBER SICH HINAUS

In einem Vortrag vor Studenten in Köln in den 1970er Jahren, bei dem auch ich anwesend war, sagte Viktor Frankl (1905-1997 ), der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, kein Instinkt sage dem heutigen Menschen, was er tun muss und keine Tradition, was er tun soll. Deshalb müsse der Mensch einen Willen zum Sinn entwickeln, auch in aussichtslosen Situationen.

J Joachim Heisel

DER GEIST GOTTES

Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. In ihm hat alles Bestand (Weish 1,7)

J Joachim Heisel

JAHRGANG 1945

Warum schreibe ich das alles auf? Je mehr ich mich mit meiner eigenen Vergangenheit beschäftige, desto mehr wird mir die Bedeutung der Dinge und Ereignisse für das Jetzt bewusst. Ich schreibe dieses Buch vor allem auch für mich selbst, um mich meiner Vergangenheit zu vergewissern und andere daran teilhaben zu lassen. Dieses Buch ist nicht systematisch angelegt, vielmehr ist es mein Anliegen, viele Anekdoten und Erinnerungssplitter wie in einem Mosaik zusammenzufügen, die ein Stück meines Lebens und meiner Lebenszeit in Verbindung mit der Zeitgeschichte darstellen. Es geht also nicht um eine chronologische Darstellung der Ereignisse und der Zeit sondern um eine Darstellung aus meinem Erfahrungsbereich. Meine Heimatstadt Trier und die Stadt München, die seit 1978 mein Lebensmittelpunkt ist, spielen dabei eine besondere Rolle. Erinnerungen aus meiner Familie sind ebenfalls wichtig. Manches habe ich auch in Gesprächen mit Patienten erfahren.

J Joachim Heisel

KUNST UND NATUR

Bei einer Ausstellung in der Kilian Gaertner Stiftung in München habe ich die Bilder von Aida Lieck gesehen, die mich sehr beeindruckt haben. Mit ihrer Erlaubnis habe ich ein Bild von ihr in den Blog aufgenommen. Die Künstlerin stammt aus Iran.

J Joachim Heisel

FREUNDSCHAFT IN DER LIEBE

Nicht der Mangel an Liebe, sondern der Mangel an Freundschaft macht die unglücklichen Ehen (Friedrich Nietzsche 1844-1900).

J Joachim Heisel

VATERWERDEN

Mutterwerden beginnt mit einem langwierigen biologischen Vorgang im Körper der Frau, der von gravierenden Veränderungen im weiblichen Organismus begleitet ist. Vaterwerden dagegen umfasst biologisch gesehen nur einen Augenblick, den der Zeugung. So ist es verständlich, dass in primitiven Kulturen Nachkommenschaft nach der Mutterlinie zählt und dass Mütter als Göttinnen verehrt wurden, galten sie ja als Lebensspenderinnen. Der Befreiungsschlag vieler Feministinnen heute zielt in die andere Richtung. Mutterschaft wird da manchmal als Hindernis für die Selbstverwirklichung der Frau angesehen.

J Joachim Heisel

FACHKRÄFTEMANGEL

Das Wort Fachkräftemangel hat große Chancen zum Wort des Jahres 2024 in Deutschland gekürt zu werden. Es steht wie ein Menetekel über unserer Gesellschaft, zeitigt es doch den Endpunkt einer seit Jahrzehnten währenden Vogel-Strauß-Politik. Was euphemistisch als „demografischer Wandel“ bezeichnet wird, ist in Wahrheit ein Abstieg in den Keller der Geschichte. Seit dem sogenannten „Pillenknick“ geht es mit den Geburten ständig abwärts.

J Joachim Heisel

WEGE ZUM SINN

Viktor Frankl (1905-1997) hat drei Hauptstrassen für Lebenssinn und Selbsttranszendenz empfohlen:

J Joachim Heisel

TAG DER ARBEIT

Heute feiern wir den Tag der Arbeit, in der katholischen Kirche das Fest von Josef dem Arbeiter. In Bayern war das gestern, denn heute feiert man in Bayern das liturgische Fest "Maria Patronin Bavariae, Schutzfrau Bayerns".

J Joachim Heisel

DANKBAR DURCHS LEBEN

Psychologische Untersuchungen haben gezeigt, dass dankbare Menschen Krisen besser überstehen, weil sie gelernt haben, den Blick auf das Positive zu richten. Sie spüren mehr Sinn im Leben und haben ein besseres Selbstwertgefühl. Da sie wissen, dass sie nicht alles selber machen können, suchen sie in Schwierigkeiten eher Hilfe bei anderen. Dankbare Menschen haben weniger negative Bewältigungsstrategien, sehen ihre Probleme objektiver und nehmen weniger Zuflucht bei Alkohol und Drogen. Dankbare Menschen kommen auch besser mit neuen Lebensabschnitten zurecht. Vor allem im Alter oder nach negativen Lebensereignissen wie Scheidung, Krankheit, Tod von Angehörigen oder Verlust des Arbeitsplatzes ist es wichtig, sich dankbar an das Positive in Gegenwart und Vergangenheit zu erinnern, etwa: Ich bin zwar an Krebs erkrankt, aber ich habe eine Familie, auf die ich mich verlassen kann. Oder: ich habe zwar meinen Arbeitsplatz verloren, aber vor fünfJahren habe ich…

J Joachim Heisel

MINDERHEIT

Der 13. April war in der bayerischen Landeshauptstadt ein strahlender Frühlingstag mit viel Sonne und blauen und gelben Luftballons am Himmel, als sich etwa 6000 Menschen (einschließlich Kindern und Jugendlichen) zu einem friedlichen Marsch fürs Leben in München versammelt hatten. Bei fröhlicher Musik und guter Unterhaltung zogen sie durch Schwabing am Odeonsplatz vorbei wieder zurück zum Königsplatz.

J Joachim Heisel

VERGEWISSERUNG

Ein Abend im April am Ammersee mit stürmischem Wind und Windsurfern die die Gunst der Stunde nutzen. in der Ferne die Berge. Wolken stürmen den Himmel. Ausstieg aus dem Alltag für eine Stunde. Wir alle brauchen das. Nach einem Fortbildungsvortrag habe ich mir das auf der Rückfahrt gegönnt. Mal den Wind vom See her spüren und zu sehen, dass es die Berge noch gibt, Vergewisserung, dass die Welt doch noch gut ist, wenn auch in Zeitungen, Fernsehen und digitalen Medien permanent zum Untergang geblasen wird. Jetzt ist Wochende. Nutzen wir es, um Tuchfühlung mit der Natur zu suchen.

J Joachim Heisel

BOTSCHAFT

Gott ist unser Freund. Gott selbst ist Freundschaft, denn ohne Freundschaft gibt es keine Liebe und Gott ist die Liebe. Der Gott des Christentums ist kein einsamer Gott. Er ist kein Gott, der in selbstgenügsamer Selbstverschränkung lebt – kein narzisstischer Gott- , denn Gott ist die Liebe (1 Joh 4,19), ist Mitteilung, ist Freundschaft. Gott offenbart sich durch Christus als Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist, die untereinander in Liebe, in Freundschaft miteinander verbunden sind. Als Tochter und Sohn Gottes ist der Mensch zur Teilhabe an dieser Liebe und zur Freundschaft mit Gott berufen. Die Freundschaft, die innerhalb Gottes ist, möchte er in Christus auch auf die Menschen übertragen. Und unsere Aufgabe ist es, diesen Geist der Freundschaft und des Vertrauens in unseren Alltag einfließen zu lassen. Wenn Gott selbst uns seine Freundschaft unterschiedslos anbietet, müssen auch wir bereit sein, unter den Menschen viele Freunde zu haben.

J Joachim Heisel

LEBEN IST FREUNDSCHAFT

Der westliche Individualismus und Narzissmus hat zu viel Einsamkeit geführt. In England wurde sogar ein Ministerium zur Bekämpfung von Einsamkeit eingerichtet. In seinem Buch „Einsamkeit, die unerkannte Erkrankung -schmerzhaft- ansteckend –tödlich“ so der Titel, schreibt der bekannte Ulmer Psychiater Manfred Spitzer: Wichtiger als die Quantität unserer sozialen Bindungen ist deren Qualität: Ein Freund, der mit einem durch dick und dünn geht, ist wichtiger als 500 virtuelle Bekannte in einem Online-Netzwerk. In seinem Buch spricht der Autor auch davon, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass Einsamkeit Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen begünstigt und damit das Leben verkürzt. Umgekehrt kann man sagen, dass Freundschaften gesundheitsfördernd wirken. Oder auch: Freundschaften tragen zum Gelingen des Lebens bei.

J Joachim Heisel

MARSCH FÜRS LEBEN

Heute Samstag, den 13. April findet der Münchener Marsch fürs Leben statt. Er wird veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft für Lebensrecht München (ALM) mit Beginn auf dem Königsplatz um 13 Uhr (Weiteres s. Internet).

J Joachim Heisel

UNSER NAME

Im Alten Testament beim Propheten Jesaja heißt es: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir (Jesaja 43, 1).

J Joachim Heisel

DAS WORT

Man kann das Leben Jesu mit seinen eigenen Worten zusammenfassen: „Ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Joh 6, 38) und: „Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat“ (Joh 4, 34). Und Paulus sagt von Jesus: „Er erniedrigte sich und ward gehorsam, ja gehorsam bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2, 8).

J Joachim Heisel

LEID ÜBERFORDERT UNS

Eines Tages kam eine junge Studentin zu mir. Seit einigen Monaten litt sie unter Bauchschmerzen und Gewichtsverlust. Sie war bereits organisch durch und durch untersucht worden und man hatte nichts gefunden. Es blieb also nur die Seele als krankes „Organ“ übrig. In mehreren Gesprächen stellte sich heraus, dass ihre zwei Jahre ältere Schwester vor einem Jahr an einer Tumorkrankheit verstorben war. Obwohl sie die Schwester sehr gerne hatte, fand sie während ihrer Krankheit nicht die Kraft, zu ihr zu gehen. Erst am Sterbetag der Schwester ging sie hin, aber die Schwester war bereits gestorben. Sie konnte mit niemandem über ihr Leid sprechen. Bei den Eltern durfte sie nicht über den Tod der Schwester sprechen, weil es für sie ein Tabu-Thema war, dem sie sich in ihrem Schmerz nicht stellen konnten.

J Joachim Heisel