Es sind manchmal die kleinen Gesten, die uns den Alltag erhellen können: Jemand hält uns mit einem Lächeln die Tür auf, wenn wir hindurchgehen wollen. Ein Autofahrer/in bleibt stehen, wenn er bemerkt, dass wir über die Straße gehen wollen, oder er oder sie wechselt uns Geld fürs Parken. Jemand lässt uns am Flaschenpfand-Automaten vor, weil wir weniger Flaschen haben als sie oder er. Es sind die tausend Zeichen des Dienstes und der Achtung voreinander, die unsere Zivilisation ausmachen. Für den Christen können auch die kleinen Dienste des Alltags eine tausendfache Reflexion der Worte Christi sein: Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein. Dankbarkeit verlangt immer nach konkretem Ausdruck. Ausdrucklos dankbar sein geht nicht. Das kann ein Lächeln sein oder eine Tat, eine Hilfe, ein Wort, das wir sprechen oder eine Geste. Dankbare Gedanken werden uns zu dankbaren Gesten inspirieren. Gemäß dem alten philosophischen Prinzip: Nihil est in actu, quod non prius…