Achate sind von außen roh und unansehnlich. Wenn man sie spaltet, sind sie leuchtend und funkelnd in allen Farben. Unser Alltag kommt uns auch manchmal grau und unansehnlich vor. Erst wenn das Licht der Hoffnung darauf fällt, können wir Positives und neue Perspektiven in ihm entdecken. Durch Christus kann die Hoffnung in unser Leben eines jeden Tages Einzug halten.
Johannes Klimakos (579−649), ein griechischer Mönch und Schriftsteller des frühen Mittelalters, sagte: „Wer sich nach dem ausstreckt, was vor ihm liegt, wird jünger als er selbst.“ Die Hoffnung ist so etwas wie ein Jungbrunnen. Sie verhindert, dass wir mit unserem Blick im bloßen Augenblick verweilen. Sie richtet uns auf, so dass wir in die Weite hinausschauen können. Die Hoffnung auf dauerndes, ewiges Leben hat die Menschen immer wieder beschäftigt. In der Kunst des Mittelalters wird manchmal die Utopie des nicht alternden Menschen dargestellt, der einen Jungbrunnen zur Verfügung hat. In unseren Tagen erwarten viele Menschen von der Medizin die Erfüllung jenes Traumes.
Christus hat ewiges Leben verheißen. Er ist uns in der Auferstehung vorausgegangen. Er spricht zu seinen Jüngern nach seiner Auferstehung: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ (Joh 14,2). Jesus Christus verheißt uns keinen Jungbrunnen, sondern ewiges Leben. Dem Christen wird das Leben im Tod nicht genommen, sondern gewandelt (aus der Liturgie der Kirche).
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