Viele Menschen geraten in Unruhe oder gar Panik, weil sie befürchten, dadurch andere Beziehungen, ja das Leben selbst zu verpassen, wenn sie nach einiger Zeit feststellen, dass sich das erhoffte Glück mit der Partnerin oder dem Partner nicht einstellt. Es ist gut, sich einen Rat des hl. Johannes vom Kreuz zu eigen zu machen: „Wo Liebe fehlt, investiere Liebe und du wirst Liebe ernten."‚ Nicht allein Harmonie und Wohlbefinden sind das Kriterium für ein gelungenes Leben, sondern die Tatsache, ob wir in unserem Leben geliebt haben.
Eheleute können sich nicht gegenseitig das Glück versprechen. Das Glück kommt „auf leisen Sohlen"‚ zu ihnen, oder auch nicht oder zeitweilig nicht. Sokrates hat seinen Freunden den Ratschlag gegeben, auf jeden Fall zu heiraten: „Wenn ihr eine gute Frau findet, werdet ihr glücklich. Wenn nicht, habt ihr die Gelegenheit, ein Philosoph zu werden."‚ Sokrates war mit Xanthippe verheiratet und wurde ein guter Philosoph.
Als Christen können wir sogar darauf vertrauen, dass Gott auch in Beziehungen gegenwärtig ist, die etwa durch Krankheit oder andere widrige Umstände vom Kreuz gezeichnet sind, ja dass sie sogar fruchtbarer sein können als wir uns nach menschlichen Maßstäben vorstellen können, denn: Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung‚ (Karfreitags-Liturgie).
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