Eine junge Ukrainerin, die seit Beginn des Ukrainekriegs in Bayern lebt, schreibt in Münchner Merkur vom 24. Februar 2026, dem Jahrestag des Beginns der russischen Offensive, dass bei allen Klagen über Bürokratie oder Mülltrennung, die Deutschen eigentlich dankbar sein müssten, dass sie in diesem Land leben dürfen.
„Wenn ich morgens Kaffee trinke, weiß ich, dass ein Tag auch mit Sirenen beginnen könnte. Ich bin zutiefst dankbar für die Solidarität der Menschen hier. Aber ich wünsche mir, dass sie ihr Glück noch bewusster schätzen – und nie vergessen, wie zerbrechlich der Frieden ist."
Ich denke, diese eindringliche Mahnung der jungen Frau sollten wir in unseren Ohren klingen lassen, wenn wir uns über so manc hes in unseren Alltag beschweren, was uns lästig und belastend vorkommt - verspätete Züge oder Streiks im Nahverkehr, schleppende Bürokratie.etc. - und dabei vergessen, wie es in einem Land zugeht, das nicht weit von uns entfernt ist (Berlin - Lemberg /Lwiw ca. 800 km Luftlinie); wo man dem Himmel nicht mehr trauen kann und ständig auf der Suche ist nach Schutz vor Raketen und Drohnen und nicht weiss, ob man morgen noch eine Wohnung hat und ob Heizung und Wasser darin noch funktionieren.
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