Es ist eine zutiefst tröstliche christliche Überzeugung, dass Christus durch seinen Tod am Kreuz das Böse und den Tod besiegt hat. Gott ist größer als all das Schlimme, was Menschen tun und sich gegenseitig antun können. Das ist eine für uns manchmal schwer zu fassende Glaubenswahrheit, dass Gott auch alles Böse und Schlimme letzlich zum Guten führen kann.
Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert dies im Punkt 324:
Dass Gott das physische und das moralische Böse zulässt, ist ein Mysterium, das er durch seinen Sohn Jesus Christus erhellt, der gestorben und auferstanden ist, um das Böse zu besiegen. Der Glaube gibt uns die Gewissheit, dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht auf Wegen, die wir erst im ewigen Leben vollständig erkennen werden, sogar aus dem Bösen Gutes hervorgehen ließe.
Wie sonst könnten wir auch den Menschen, die Böses erdulden mussten, Trost zusprechen, wenn nicht auch ihr Leiden, so schlimm es auch gewesen sein mag, einen tieferen inneren Sinn hätte, der sich uns aber jetzt nur im Glauben erschliesst.
„Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben alles zum Guten führt" , sagt dazu der heilige Paulus im Römerbrief (8,28).
Und wie könnten wir sonst verzeihen, wenn uns Böses angetan wurde, gemäß dem Wort des Herrn aus der Bergpredigt:
„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen (Mt 5,44)."
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