„Geht in euren Tag hinaus, ohne vorgefasste Ideen, ohne die Erwartung von Müdigkeit, ohne Plan von Gott, ohne Bescheid wissen über ihn, ohne Enthusiasmus, ohne Bibliothek – geht so auf die Begegnung mit ihm zu. Brecht auf ohne Landkarte – und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens.“
Madeleine Delbrel (1904-1964)
Ursprünglich Atheistin wurde Madeleine Delbrel nach einer tiefgreifenden Bekehrung im Alter von zwanzig Jahren eine Mystikerin des Alltags, indem sie in ihrem Leben als Sozialarbeiterin in Ivry, der ersten kommunistischen Stadt Frankreichs, innige Gottverbundenheit mit Hinwendung zur Welt verband. Als Initalzündung dafür betrachtete sie die Taufe:„In der Taufe werden wir für die Bewegung der Liebe geboren“. Dabei war für sie Gottes- und Nächstenliebe eine einzige Bewegung.
Der große Theologe Hans Urs von Balthasar zählte sie „zu den bedeutendsten Frauen des 20. Jahrhunderts".
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