„Das Besondere ist, dass Gott sich in Jesus Christus zu erkennen gegeben und die Welt erlöst hat. Und das finde ich immer noch das Interessanteste, was wir Ostern feiern, dass der Tod und das Böse nicht das letzte Wort haben werden."
Das schreibt der Theologe Jan Loffeld in seinem Buch „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt". Er beschreibt damit einen Befund, der sich heute in der Gesellschaft immer mehr breit macht und den er mit „Apatheismus" bezeichnet. Es ist die Haltung: Ohne Gott fehlt mir eigentlich nichts. Ich kann mein Leben auch ohne ihn gestalten.
In dieser Form ist das etwas Neues, das es bisher in diesem gesellschaftlichen Ausmaß bei uns nicht gegeben hat. Im Laufe der Geschichte haben sich Menschen oft darüber gestritten, was dieser Gott, auch dieser christliche Gott zu den Menschen gesagt hat oder auch nicht gesagt hat. Denken wir nur an die Zeit der Reformation, wo auf beiden Seiten Menschen, die an Gott und Christus geglaubt haben, sich über den Inhalt dessen sogar bekriegt haben.
Nun mag man sagen, dass die Welt des Menschen zumindest der westlichen Hemisphäre sich soweit entwickelt hat, dass man Gott als Lebenssinngeber schlicht und einfach nicht mehr braucht. Motto: Mir geht es auch ohne Religion ganz gut.
Interessant ist nur, dass in Gegenden, wo es den Menschen nicht so gut geht, die Frage nach Gott und Christus weiter virulent bleibt. Denken wir nur an die hohen Zuwachsraten der Kirchen in Afrika und Asien.
Bei seiner Rede vom Reich Gottes gebraucht Christus das Gleichnis vom Sämann und zeigt bildlich die Gründe auf, warum Menschen die Stimme Gottes nicht hören. Er schildert, wie ein Sämann Samen auf einen Acker sät. Ein Teil der Saat fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Und er fährt fort: „In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht - hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach ."( vgl. Mt 13,1-23).
Nächster Blogbeitrag 10.4.26
https://www.instagram.com/joachim.heisel/
