Menschen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden, bezeichnen sich nicht mehr als kinderlos, sondern als kinderfrei. Das schreibt die Journalistin Judith Lembke in einem Artikel des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 13. Mai 2026. Vor allem Frauen empfinden das als Befreiung vom Zwang, Kinder in die Welt zu setzen.
Auch heute gibt es schon kinderfreie Hotels, deren Türen sich nur für Erwachsene öffnen oder auch kinderfreie Samstage im Schwimmbad.
Judith Lembke beschreibt dann, wie eine Gesellschaft ohne Kinder aussieht. Auf den Straßen wird es still sein. Man hört kein Kindergeschrei mehr.
Schöne Neue Welt: Wenn die Alten endlich ganz unter sich sind und von Pflegerobotern betreut sich gegenseitig bespaßen.
Wenn die Jugend fehlt, wird es auch weniger Innovation geben. Die Krankenkassenbeiträge werden steigen und die Renten sinken. Und das wichtigste: wir werden keine Gelegenheit mehr haben, von den Jungen zu lernen und uns an sie anzupassen, keine Gelegenheit mehr Kinder zu lieben. Wir werden weniger lachen, denn die natürliche Fröhlichkeit der Kinder kann uns nicht mehr anstecken.
Und wir haben keine spirtuellen Vorbilder mehr:
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen (Mt19,14)
Nächster Blogbeitrag 23.5.26
Blogbeiträge dürfen weitergeleitt werden
