Die amerikanische Familientherapeutin Wendy Mogel, die Verfasserin eines einflussreichen Buches über Kindererziehung, hatte viele Kinder in ihrer Praxis, die durch mangelnde Dankbarkeitshaltung und dauerndes Verlangen nach immer neuen Dingen auffielen. Sie empfahl den Eltern dieser Kinder neben persönlichem Beispiel an Dankbarkeit die Pflege einer Kultur des Sich-Bedankens innerhalb der Familie. Dadurch wachsen die Kinder nicht nur in der Haltung der Dankbarkeit sondern sie richteten den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf die Vorteile, die sie tagtäglich im Haus ihrer Eltern genießen. Das Kind müsse auch daran gewöhnt werden, Sehnsüchte auszuhalten, sagt Wendy Mogel, denn je weniger Spannung ein Kind aushalten muss, bis seine Wünsche erfüllt werden, desto geringer sei auch der Grad seiner Dankbarkeit oder seiner Frustrationstoleranz, wenn ein Wunsch unerfüllt bleibt. Auch sollten Kinder frühzeitig dazu angehalten werden, etwas für andere zu tun, z.B. dem kranken Freund einen Brief schreiben, wenn er nicht zum Spielen kommen kann und ihm gute Besserung zu wünschen. Ratschläge, die man getrost auch auf ein Erwachsenen-Leben übertragen kann.
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