Ich gehe im späten MIttagslicht unmittelbar entlang des Ufers der Isar. Die alten Bäume am Ufer neigen sich dem Wasser zu und werden irgendwann in den Fluss hineinfallen. Der Uferrand ist wohl wohl vor Jahrzehnten mit Steinen befestigt worden, die sich aber im Laufe der Zeit gelöst haben. Mitten in der Stadt lebendiges Wasser. Man hat angeblich nachgewiesen, dass Menschen, die in der Nähe von Flüssen oder Seen leben, ein ausgeglicheneres und positiveres Lebensgefühl haben.
Ich kann es mir damit erklären, dass vor allem fließendes Wasser ein Bild unseres Lebens ist, das ja auch ständig im Fluss ist. Es ist dieses Bild von Fließen und Bewegung, das unser Leben in Einklang mit der Natur bringt. Bewegung soll die beste Prophylaxe gegen Depression sein. Es schafft Sinn, wenn wir uns auf ein Ziel zu bewegen, auch wenn manchmal nur der Weg das Ziel ist.
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