TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

Geschrieben am 03.10.2026
von Joachim Heisel


Unter einer Überschrift „Ein verunsichertes Land" hat Professor Renate Köcher vom Institut für Demoskopie in Allensbach das Ergebnis einer Umfrage in der FAZ  vom 26.9.26 veröffentlicht. Sie schreibt, dass multiple Krisen wie Pandemie, Ukrainekrieg, Wirtschafts- und Energiekrise das Selbstwusstsein der Deutschen angegriffen haben. Nach dieser  Untersuchung fühlt sich eine überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung durch die Krisen und Herausforderungen belastet, jeder Zweite sogar stark. 

62 % spüren Ängste in Folge der wirtschaftlichen Lage. Gerade in dem wirtschaftlich schwächeren Teil der Bevölkerung macht sich bei der Hälfte vermehrt Zukunftangst breit, in den höheren Schichten nur bei 22%. Auch die militärischen Risiken vor allem infolge des Ukrainekriegs bei gleichzeitiger Bündnisunsicherheit in der Nato haben an der Psyche der Bevölkerung genagt.Jeder Zweite fühlt sich bedroht. Dazu kommen neuerdings auch die latente Bedrohung durch Drohnen und Cyberangriffe.

Jeder Dritte misstraut der gegenwärtigen Politik. Dabei ist die überwiegende Mehrheit der Meinung, dass Deutschland die Probleme dank seiner strukturellen und wirtschaftlichen Stärke überwinden könnte. Allerdings haben nur sieben Prozent das Vertrauen, dass die aktuelle Politik den Problemen gewachsen ist. Dies hat bei vielen zu einem Systemzweifel an der demokratischen Grundordung geführt.

Dazu kommt, dass eine weltanschaulich zersplitterte Gesellschaft sich nur noch schwerlich auf Basiswerte einigen kann. Die aktuelle Parteienlandschaft bringt dies zum Ausdruck. Das erschwert einen Konsens im Krisenmanagement, um notwendige fundamentale Weichenstellungen umzusetzen.

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