GLÜCK
Am letzten Freitag war kalendarischer Frühlingsanfang mit strahlendem Wetter und wärmender Sonne, ein Lichtstrahl in die dunkle Winterseele.
Am letzten Freitag war kalendarischer Frühlingsanfang mit strahlendem Wetter und wärmender Sonne, ein Lichtstrahl in die dunkle Winterseele.
Tatsächlich gibt es Situationen und Ereignisse im Leben, die kein Grund zur Freude sind, die uns manchmal sogar an den Rand unserer Existenz bringen. Und dies ist nun der entscheidende Punkt, dass Freude nur dann Bestand hat, wenn unser Leben - auch das Negative und Schlimme - insgesamt in allen Situationen einen Sinn hat, und hier taucht natürlich die Frage nach dem Kreuz auf. Als erlöste Christen, deren Erlöser am Kreuz gestorben ist, können wir auch das Widrige und Schlimme und sogar Böse im eigenen Leben und im Leben der Anderen annehmen, auch wenn wir weiter darunter leiden:
Selbstverwirklichung
In der heiligen Messe vom Montag in der vierten Fastenwoche lautet der Eingangsvers aus dem Psalm 30, Vers 7-8. :
Es ist eine zutiefst tröstliche christliche Überzeugung, dass Christus durch seinen Tod am Kreuz das Böse und den Tod besiegt hat. Gott ist größer als all das Schlimme, was Menschen tun und sich gegenseitig antun können. Das ist eine für uns manchmal schwer zu fassende Glaubenswahrheit, dass Gott auch alles Böse und Schlimme letzlich zum Guten führen kann.
Wozu all das Schwere in unserem Leben? Wozu Krankheit, Kreuz und Tod? Diese Frage stellen wir uns alle. Mit dem Leid in unserem Leben können wir oft nichts anfangen. Wir verdrängen es so lange es geht. Wir versuchen, uns dagegen zu versichern. Aber unvermittelt klopft es an unsere Tür und wir müssen das Leid herein lassen: eine Krankheit, ein Schmerz, ein Verlust, eine Schuld, eine zerbrochene Beziehung. Leid hat tausend Namen, auch unseren Namen und den ungezählter Menschen. Wir suchen nach dem Sinn, nach einer Antwort, aber das Leid und der Schmerz setzen sich wortlos in unserer Seele fest, ohne uns zu fragen. Aber wir spüren: Um mit unserem Leid leben zu können, brauchen wir eine Antwort, einen Sinn. Das Leid fragt uns: Wer bist du? Wir antworten: Mein Name ist Mensch, ein Kind Gottes, zum Glück geschaffen, nicht zum Leiden.
Über Jahrhunderte und Generationen hinweg hat sich immer wieder herausgestellt, daß Leiden eine besondere Kraft in sich birgt, die den Menschen innerlich Christus nahebringt, eine besondere Gnade also. Ihr verdanken viele Heilige, wie zum Beispiel der hl. Franziskus, der hl. Ignatius von Loyola u.a., ihre tiefe Umkehr. Frucht einer solchen Umkehr ist nicht nur die Tatsache, daß der Mensch die Heilsbedeutung des Leidens entdeckt, sondern vor allem, daß er im Leiden ein ganz neuer Mensch wird. Er entdeckt gleichsam einen neuen Maßstab für sein ganzes Leben und für seine Berufung. Diese Entdeckung ist eine besondere Bestätigung für die Größe des Geistes, der im Menschen auf unvergleichliche Weise den Leib überragt. Wenn dieser Leib schwerkrank ist und völlig daniederliegt, wenn der Mensch gleichsam unfähig zum Leben und Handeln geworden ist, treten seine innere Reife und geistige Größe um so mehr hervor und bilden eine eindrucksvolle Lehre für die gesunden und normalen
Gott hatte Adam gerade geschaffen, als der erste Mensch die Augen aufschlug, sich umsah und ihn höflich fragte: „Was ist der Zweck von alledem?“ Gott antwortete: „Muss denn alles einen Zweck haben?“ „Aber ja doch“, sagte Adam. „Dann überlasse ich es Dir, für all das einen Zweck zu finden“, meinte Gott und ging. Am Anfang war also die Frage nach dem Zweck zumindest in dem Roman Katzenwiege von Kurt Vonnegut; aus dem diese Szene stammt. Man könnte sagen: Typisch Mann. Statt sich zu bedanken und zu staunen geht es ihm darum: „Was kann ich damit anfangen?"
Wir sollten davon ausgehen, dass viele Menschen auf Grund ihrer Erziehung, Herkunft, Intelligenz und Erfahrungen im Leben die Anforderungen, die wir an sie stellen, nicht immer erfüllen können. Damit ersparen wir uns manche Enttäuschung. Jemand, der in einer emotionslosen Atmosphäre und strengen Regeln groß geworden ist, wird nur schwer Gefühle zeigen können. Wer in einer Familie groß geworden ist, in der keine festen Regeln oder Ordnung gewesen ist, wird das auch später kaum lernen.
Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält dich aufrecht (Psalm 55,33).
Die Zunge ist ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Und wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt. Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist ein Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt ( Jak 3,.1-12)
Eine junge Ukrainerin, die seit Beginn des Ukrainekriegs in Bayern lebt, schreibt in Münchner Merkur vom 24. Februar 2026, dem Jahrestag des Beginns der russischen Offensive, dass bei allen Klagen über Bürokratie oder Mülltrennung, die Deutschen eigentlich dankbar sein müssten, dass sie in diesem Land leben dürfen.
DEINE WUNDEN WERDEN HEILEN
Aus der Botschaft zur Fastenzeit 2026 von Papst Leo XIV.:
Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen Emotionen, Gedanken, Motive, Persönlichkeitsmerkmale und die aktuelle Situation einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Empathie befähigt uns, mit anderen zu empfinden und gegebenenfalls auch zu helfen.
Am Aschermittwoch wird den Katholiken im Gottesdienst ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet mit den Worten: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und du zum Staub zurückkehrst (Gen 3,19)". Mutter Kirche will uns so daran erinnern, dass unseres Verweilens auf dieser Erde nur vorübergehend ist. Das ist nicht gerade nett und auch nicht politically correct, aber es ist die reine Wahrheit!
Wir brauchen einen Ort, wo wir alles ablegen können , was uns müde und traurig macht. Im menschlichen und göttlichen Herzen Jesu finden wir diesen Ort, wo alles menschliche Verstehen und Trösten und göttliche Vergebung seinen Platz hat.
Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (vgl. Mt 20,1-16), die alle den gleichen Lohn erhalten, egal wie lange sie gearbeitet haben, stellt Jesus die Arbeit in diesem Reiche Gottes dar. Als Sohn der Mosel geht mir dieses Gleichnis besonders gut ein. Christus hat die Arbeit im Weinberg wohl auch deshalb als Bild des Lebens genommen, weil diese Arbeit bis auf den heutigen Tag besonders hart ist. Gerade die steilen Lagen des Weinbergs, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, erfordern schweißtreibende Arbeit. Aber sie bringen auch den besten Wein hervor. Es ist wie im Leben. Das was uns viel Mühe kostet und uns manchmal auch leiden lässt, bringt die besten Früchte hervor. Was treibt die Arbeiter an? Neben dem Lohn vielleicht auch ihr Mitwirken daran, dass ein guter Wein entsteht! Die Welt und ihre Strukturen stellen das Feld dar, wo dieses Reich Gottes Gestalt annehmen soll. Es ist dabei nicht wichtig, wieviel und in welchem Umfang der einzelne daran mitwirkt. Entscheidend ist,…
Schon jetzt und noch nicht
Mitten unter euch, aber nicht von dieser Welt!
Der Geist der Gotteskindschaft führt uns dazu, alle Dinge aus den Händen Gottes zu empfangen: die guten Dinge aber auch die schlechten. Alles kommt aus der Hand des Vaters, der uns liebt. Selbst wenn er uns Leid und Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Einsamkeit in unseren Beziehungen schickt, will er uns dadurch etwas sagen. Manchmal will er uns nur daran erinnern, dass wir uns mehr auf ihn und nicht zu viel auf uns und unsere Sorgen und Pläne verlassen sollen. Es kann auch sein, dass wir erst durch harte Lektionen lernen, dass er unser Herr ist − in guten und in schlechten Zeiten.
Gott ist für uns nicht greifbar. Wir können ihn mit unseren Sinnen nicht erfassen. Dafür hat der Mensch sich selbst entdeckt. Er hat sich entfaltet als ein Wesen, das sich in einem nicht gekannten Maße selbst erlebt, dem sich in der Erfahrung mit sich selbst ganz neue Welten offenbaren. Es gibt heute unendlich viele Möglichkeiten, sich selbst zu erleben, sich ständig neu zu erfahren in wechselnden Situationen, Umständen, Umgebungen, Partnern. „Seien Sie anspruchsvoll“, lautet der Werbe-Slogan einer großen süddeutschen Zeitung und fordert damit zur Selbstverwöhnung auf.
Wir alle kennen die Sprüche über Ordnung: Ordnung ist das halbe Leben. Halte Ordnung und die Ordnung wird dich halten. Oder auch die Rede von Recht und Ordnung. Natürlich brauchen wir Ordnung in unserem Leben. Ordnung hilft uns das zu tun, was wir tun sollen. Deshalb sollen wir uns daran erinnern, dass Zeit unser kostbarstes Gut ist. Laut eines Artikels in der Zeitung verbringen die Deutschen jeden Tag mehrere Stunden mit Fernsehen und Computerspielen.
Man spricht bei einem Menschen von Herzensbildung, wenn bei ihm Verstand, Wille und Gemüt in einer einheitlichen Beziehung zueinander stehen und ihn befähigen, aus der Mitte seiner Person, alle Saiten der Grundeigenschaft des Menschen, nämlich lieben zu können, überall und in allen Lebenslagen zum Klingen zu bringen.